Das schmutzige Geschäft mit dem Spam

„Bitte keine Werbung einwerfen“ – Diesen Satz liest man relativ häufig auf Briefkästen in der Bundesrepublik. Er dient dazu, sich vor Wurfsendungen, Anzeigeblättern und sonstigem unerwünschten Papierkram zu schützen.

Doch wie ist das im Internet? An seinen E-Mail-Postkasten kann man nicht einfach ein Schild mit „Bitte keinen Spam“ anbringen. Selbst wenn – das würde Spammer und Kriminelle wohl wenig interessieren. Man fragt sich jedoch trotzdem wer auf Mails wie „Investieren in aktien von eurobank sonst Verlieren geld Rapide“ eingeht. Die Antwort lautet: Genug, denn sonst wären solch ominöse Nachrichten schon längst nicht mehr im Umlauf. Tatsächlich sind es nämlich 29 Milliarden dieser Mails, die täglich verschickt werden. Eine Studie des International Computer Science Institute der University of California in Berkeley hat ergeben, dass die Spammer tatsächlich im Schnitt 12 Millionen Mails verschicken müssen, um einen Kauf zu registrieren. Das ist enorm viel, aber anscheinend trotzdem lukrativ.

Fakt ist auch, dass das Prinzip „Spam“ wohl immer von einem Dreiergespann ausgeht. Es gibt so genannte „Harvester“, die das Internet nach E-Mail-Adressen – also potentiellen Opfern -durchkämmen, die dann wiederum von Bot-Netzwerken mit Spamnachrichten bombardiert werden. (Bot-Netzwerke sind mit Schadsoftware infizierte Privat- oder Geschäftsrechner, die als Absender der Nachrichten dienen und als ein Netzwerk fungieren). Im Hintergrund der gesamten Aktion stehen dann die Spammer, die sich die Texte für die Nachrichten ausdenken. Das alles ist ein ziemlich ausgeklügeltes System, sodass Spamfilter-Hersteller stetig nachrüsten müssen, um den Kriminellen die Stirn zu bieten.

Ich frage mich, ob uns Spam-Nachrichten wohl auch noch in Zukunft nerven …

 

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